Konservative

KONSERVATIVE THERAPIE

„Bevor Du jemanden heilst, frage ihn, ob er bereit ist aufzugeben, was ihn krank macht.“ (Hippokrates)

Auf orthopädischem Fachgebiet lässt sich ein Großteil der Beschwerden durch konservative Therapie hocheffektiv und bis zur völligen Schmerzfreiheit behandeln.

Ich empfehle Ihnen  die Therapien, die medizinisch sinnvoll sind. Dabei ist Ihre Mitwirkung am Heilungsprozess sehr wichtig. Auf die Mitarbeit meiner Patienten am Heilungsprozess lege ich großen Wert. Das Behandlungskonzept wird auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Beschwerden abgestimmt und zusammen mit Ihnen besprochen. Für Ihre Genesung ist es wichtig, dass Sie Ihre Krankheit verstehen.

 

Soweit und so lange wie möglich kommen konservative Therapieverfahren zum Einsatz. Hierfür stehen sowohl in der Praxis, als auch in Kooperation mit anderen medizinischen Einrichtungen für die verschiedenen orthopädischen Krankheitsbilder eine Vielzahl von Therapieangeboten zur Verfügung.

PHYSIOTHERAPIE

Physiotherapie ist in der Behandlung orthopädischer Krankheitsbilder unverzichtbar. Sie umfasst mit den Bereichen der Krankengymnastik und der physikalischen Therapie alle aktiven und passiven Formen spezifischen Trainings und der äußerlichen Anwendung von Heilmitteln und Einflüssen wie Druck, Zug, Wärme, Kälte und Elektrizität. So sollen die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers wiederhergestellt, verbessert oder erhalten werden. Arzt und Physiotherapeut verfolgen in ihrer Behandlung orthopädischer Erkrankungen gemeinsam das gleiche Ziel: die Wiedererlangung der Bewegung und Beweglichkeit als Grundlage für Eigenständigkeit, Selbstbestimmung und Lebensqualität.

 
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Arthrosebehandlung

Arthrose ist in Deutschland aber auch international die am häufigsten vorkommende Gelenkerkrankung. Frauen sind dabei häufiger von Arthrose betroffen als Männer. Bei der Arthrose kommt es zu einem fortschreitenden Abbau des Gelenkknorpels.

Die Entstehung der Arthrose wird begünstigt durch Übergewicht, Entzündungen (z. B. Rheuma), Fehlstellungen der Gelenke – z. B. nach Unfällen und Gelenkverletzungen, Überbelastungen, aber auch Inaktivität. Gesunder Knorpel ist für eine schmerzfreie und einwandfreie Beweglichkeit von Gelenken verantwortlich. Der verstärkte Knorpelabrieb führt in der Regel zu schmerzhaften Gelenkentzündungen, Bewegungseinschränkungen und Schwellneigungen. Erste Anzeichen sind häufig sogenannte "Anlaufschmerzen" nach Ruhephasen, die sich bei ersten Gelenkbewegungen und nach einigen Minuten wieder bessern. Bei weiterem Fortschreiten des Gelenkverschleißes kommt es zu zunehmendem Belastungsschmerz und Einschränkung der Beweglichkeit, Schmerzen in Ruhe und nächtlichem Erwachen. Arthrose ist nicht heilbar, aber man kann die Schmerzen deutlich lindern und den Verlauf der Arthrose verlangsamen. Dazu ist zunächst eine genaue Diagnose mittels klinischer Untersuchung, Röntgenbildgebung und ggf. MRT zur Festlegung des Arthrosegrades wichtig. Ich berate Sie gerne zu den verschiedenen Therapiemöglichkeiten der Arthrose. 

DAZU ZÄHLEN:

Gesunde Bewegungstherapie / Gelenkschonende Sportarten

Gewichtsreduktion / Nahrungsergänzungsmöglichkeiten

Entzündunghemmende Medikamente

Punktions- und Infiltrationstherapien

Hyaluronsäuretherapie

Heil- und Hilfsmittelversorgung

Stoßwellentherapie

Physiotherapie und Muskelaufbau

Um eine Arthrose aufzuhalten, sollten die Gelenke viel bewegt werden, ohne diese zu überlasten, die gelenkumgebende Muskulatur gezielt gestärkt und Übergewicht reduziert werden. Nach Ausschöpfen der konservativen Therapiemöglichkeiten ist die operative Implantation einer Endoprothese oder eine Versteifungsoperation eine Option.

Wirbelsäulentherapie

Unsere Wirbelsäule ist für unseren aufrechten Gang nicht konzipiert. Wir haben trotz der Evolution die Wirbelsäule des Vierfüßlers behalten. Daher wundert es nicht, dass die Hälfte aller Patienten in einer orthopädischen Praxis Hilfe sucht aufgrund von Schmerzen, die von der Wirbelsäule ausgehen.

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"Es gibt kaum einen Menschen, der nicht irgendwann im Laufe seines Lebens an Beschwerden leidet, die auf degenerative Veränderungen seiner Bandscheiben zurückzuführen sind. " (Prof. Dr. J.Krämer)

Die Beschwerden reichen vom akuten unspezifischen Kreuzschmerz über die Nervenkompression durch Bandscheibenvorfälle und Wirbelkanaleinengungen (Spinalkanalstenosen) bis hin zu schwersten Deformierungen (Skoliosen). Die wichtigste Maßnahme nach der Diagnostik (und manchmal auch schon davor) ist die Durchbrechung des Schmerzgeschehens. Der Schmerz führt wie in einer Spirale zu einer zunehmenden Spannung der Rückenmuskulatur und einer damit einhergehenden weiteren Schmerzverstärkung. 

Hinzu kommt, dass gerade der Rückenschmerz zur Chronifizierung neigt. Eine ausreichende Schmerzbehandlung ist daher besonders wichtig. Darüber hinaus stehen viele weitere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, die ausgeschöpft werden sollten, bevor eine Operation an der Wirbelsäule erwogen wird.

DAZU ZÄHLEN:

Physiotherapie

Wärmebehandlung

Elektrotherapie

Infiltrationstherapie

Stoßwellentherapie

Akupunktur

Entspannungstherapien

Gewichtsreduktion

Auch psychotherapeutische Therapieansätze sollten erwogen werden, wenn sich aus der Krankengeschichte entsprechende Belastungsmomente ergeben. 

 

Vor einer operativen Behandlung muss zwischen Patient und Arzt das Verhältnis von Nutzen und Risiken genau abgewogen werden. In meiner vorausgegangenen Tätigkeit als Chefarzt am Evangelischen Krankenhaus Wesel habe ich über mehr als 15 Jahre viele Tausend Patienten mit Erkrankungen der Wirbelsäule konservativ und auch operativ behandelt. Diese Erfahrung stelle ich Ihnen für Ihre persönlichen Fragen gerne zur Verfügung.

 
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Behandlung der Schultererkrankungen

Unser Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk unseres Körpers und ermöglicht den raumgreifenden Einsatz unserer Hände. Diese Bewegungsmöglichkeit führt jedoch bei vielen Menschen zu Entzündungen und Verschleiß des Gelenkes und der Weichteile in seiner Umgebung.

Schmerzhafte Bewegungseinschränkungen und Beschwerden im Bereich der Schultergelenke sind daher die zweitgrößte Gruppe orthopädischer Erkrankungen.

Besonders häufig ist der Spaltraum zwischen dem eigentlichen Schultergelenk und dem Schulterhöhenknochen (Akromion) betroffen. Durch diesen Spaltraum zieht eine breite Sehnenplatte, deren vier Muskeln für die Drehung unseres Armes (Rotation) zuständig sind. Diese sogenannte „Rotatorenmanschette“ wird Zeit unseres Lebens im Spaltraum mechanischen Belastungen ausgesetzt. Wird der Spaltraum z. B. durch Knochennasen zusätzlich enger, kann ein sogenanntes „Engpass-„ oder „Impingement-Syndrom“ mit heftigen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen auftreten.

Die leitliniengerechte Behandlung dieses Impingement- Syndroms sieht vor einer operativen Maßnahme zur Beseitigung der Enge eine Reihe von nicht-operativen Therapiemaßnahmen vor, die zunächst ausgeschöpft werden sollten. Neben einer umfassenden Diagnostik einschließlich einer Bildgebung sind dies:

THERAPIEMASSNAHMEN:

Schmerzbehandlung

Physiotherapie

Infiltrationstherapie

Häufig bildet sich durch den mechanischen Reiz und die wiederkehrenden Entzündungen eine Verkalkung in der Sehnenplatte. Diese Verkalkungen, aber auch schon die Entzündung selber kann durch Stoßwellentherapie wirksam behandelt werden.

Wenn konservative Maßnahmen über längere Zeit nicht zu einem für den Patienten akzeptablen Ergebnis führen oder bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß oder Schäden der Rotatorenmanschette können operative Maßnahmen sinnvoll sein. Zu dieser Frage stehe ich Ihnen gerne mit meiner Expertise zur Verfügung.

 
 

Behandlung der Hüftgelenkserkrankungen

Die häufigste Ursache für Hüftschmerzen ist der Gelenkverschleiß. Aber die Erkrankungen des Hüftgelenkes und seiner Umgebung sind mannigfaltig und weit mehr als nur der Gelenkverschleiß, die Hüft- oder Cox-Arthrose.

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Genau wie an der Schulter gibt es auch am Hüftgelenk ein schmerzhaftes Engpass- oder Impingement- Syndrom. Aber auch vielfache Erkrankungen der Weichteile wie zum Beispiel Schleimbeutel- oder Sehnenansatzentzündungen können zu erheblichen Schmerzen und Bewegungsstörungen der Hüfte führen. Hinzu treten fortgeleitete Schmerzen, die sich im Bereich der Hüfte manifestieren können: Leistenbrüche (Hernien), Schmerzen der unteren Lendenwirbelsäule oder der Kreuz-Dambein-Gelenke oder sogar Erkrankungen des Kniegelenkes können sich zunächst als Hüftschmerzen zeigen. Die Ursachen des Hüftschmerzes können vielfältig sein. Deshalb ist so wichtig, eine genaue Krankengeschichte zu erheben und den Patienten sorgfältig zu untersuchen. Manchmal wird erst im Laufe der Behandlung zum Beispiel durch gezielte Test-Infiltrationen erkennbar, wo der Schmerz seinen Ausgang genommen hat. Als nicht-operative Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:

THERAPIEMASSNAHMEN:

Schmerztherapie

Physiotherapie

Infiltrationstherapie

Stoßwellentherapie

Wenn die Ursache der Schmerzen in einem fortschreitenden Gelenkverschleiß -  einer Coxarthrose zu sehen ist, kann in Abhängigkeit des Leidensdruckes der Betroffenen auf mittlere bis lange Sicht ein Gelenkersatz, die Hüftgelenk-Totalendoprothese notwendig werden.

 

Die Kunst der Indikation besteht gerade bei der Entscheidung zu einer Endoprothese im richtigen Zeitpunkt zwischen „zu früh“ und „zu spät“. Als Chirurg und Orthopäde mit mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Gelenktherapie helfe ich Ihnen gerne, den für Sie richtigen Zeitpunkt für ein Kunstgelenk zu finden

nicht zu früh und auch nicht zu spät! 

 
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Behandlung der Kniegelenkserkrankungen

Das Kniegelenk ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers und besonders häufig von Verletzungen und ihren Folgen, aber auch von altersbedingten Verschleißerkrankungen betroffen.

Besonders häufig sind von Verschleiß die knorpeligen Zwischengelenkscheiben, die sogenannten Menisken betroffen. Das menschliche Kniegelenk trägt je einen Meniskus im inneren und einen im äußeren Gelenkanteil. Stabilisiert wird das Kniegelenk durch straffe Bänder an der Innen- und der Außenseite sowie die sogenannten Kreuzbänder im Zentrum des Gelenkes. Der ausgedehnte Gelenkknorpel bildet wie in jedem Gelenk die Gleitzone des Gelenkes. Knieschmerzen können zum Beispiel durch Unfälle und ihre Folgen, angeborene oder im Laufe des Lebens erworbene Beinfehlstellungen (ausgeprägte O- oder X-Fehlstellung), Fehllauf oder erhöhter Anpressdruck der Kniescheibe, Knorpelerweichung oder Knochenstoffwechsel-Störungen (Knochennekrosen), Meniskusschäden oder Instabilitäten nach Bandverletzungen verursacht werden. Häufig gehen diese Erkrankungen mit plötzlich auftretenden oder lange anhaltenden Entzündungen und Gelenkergüssen sowie Bewegungs- und Belastungsschmerzen einher. Eine möglichst umfassende Klärung der Ursache bildet die Grundlage für eine angemessene Behandlung. Hierzu stehen auch am Knie vielfältige nicht-operative Therapieoptionen zur Verfügung:

THERAPIEMASSNAHMEN:

Schmerzbehandlung

Physiotherapie

Stoßwellentherapie

Bandagen-, Einlagenverordnung

Triggerpunkt-Infiltrationen

Gelenkinjektionen

Ausgeprägte oder fortschreitende Fehlstellungen eines Gelenkes können in Abhängigkeit der Einschränkungen durch korrigierende operative Maßnahmen beseitigt und gebessert werden.

 

Wenn die Ursache der Schmerzen in einem fortschreitenden Gelenkverschleiß -  einer Gonarthrose zu sehen ist, kann in Abhängigkeit des Leidensdruckes der Betroffenen auf mittlere bis lange Sicht ein Gelenkersatz, die Kniegelenk-Endoprothese notwendig werden.

 

Die Kunst der Indikation besteht gerade bei der Entscheidung zu einer Endoprothese im richtigen Zeitpunkt zwischen „zu früh“ und „zu spät“. Als Chirurg und Orthopäde mit mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Gelenktherapie helfe ich Ihnen gerne, den für Sie richtigen Zeitpunkt für ein Kunstgelenk zu finden

– nicht zu früh und auch nicht zu spät!

Behandlung der
Erkrankung der Füße

Der Mensch läuft in seinem Leben etwa 140.000 Kilometer, das entspricht einer Strecke, die drei Mal um den Erdball führt!

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So hoch wie die Belastung, welche unsere Füße tragen müssen, so häufig sind erworbene (und oft auch angeborene) Deformitäten der Füße wie Knick-, Senk- und Spreizfüße, Ballenzehen (Hallux valgus), Schneiderballen, Krallen- und Hammerzehen und Sehnenansatz-Entzündungen mit Fersenspornen sowie Nervenknoten im Mittelfußbereich (Morton-Neurome). Auch bei diesen Krankheiten sollten zunächst nicht-operative (konservative) Behandlungen ausgeschöpft werden. Mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Behandlung von Fuß-Deformitäten und – Erkrankungen stelle ich Ihnen für die Abwägung der richtigen Therapie gerne zur Verfügung.

THERAPIEMASSNAHMEN:

Einlagenversorgungen und Schuhzurichtungen  Entzündungshemmer und Schmerzbehandlung  Infiltrationsbehandlung 

Stoßwellentherapie

 
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Stoßwellentherapie

Die Stoßwellenbehandlung - in unserer Praxis als fokussierte Stoßwelle angeboten -  ist eine strahlungsfreie Therapie, die bei vielen schmerzhaften Gelenk-, Muskel- und Sehnenerkrankungen zur Anwendung kommt.

Mittels eines speziellen Sondenkopfes werden sogenannte fokussierte oder radiäre Wellen mit genau definierter Energie in exakt bestimmbare Regionen und Tiefen des Körpers eingetragen. Dabei wird durch den Impuls der Stoßwelle eine bessere Gewebedurchblutung gefördert, die körpereigenen entzündungshemmenden Prozesse werden in Gang gesetzt, Verkalkungen können aufgelöst und die Gewebespannung vermindert werden.

Krankheitsbilder, die mittels Stoßwellentherapie behandelt werden können, sind unter anderem:

Schulterschmerzen, z.B. Kalkschulter

Tennis- oder Golferellenbogen

Entzündungen von Sehnenansätzen

Schleimbeutelentzündungen

Patellaspitzen-Syndrom (Jumper's knee)

Muskelverspannungen durch schmerzende Muskelstränge

Schienbeinschmerzen/Tibiakanten-Syndrom

Achillessehnenbeschwerden

Fersenschmerz / Fersensporn / Fußsohlenschmerzen

Chronische Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden

Arthrosen der großen und kleinen Gelenke

Verzögerte Knochenbruchheilung (Pseudarthrosen)

Nach der Behandlung kann es zu einer kurzzeitigen und vorübergehenden Schmerzzunahme kommen. In der Regel sind 3 Therapiesitzungen im Abstand von 1-3 Wochen notwendig. Die Intensität der Stoßwellenbehandlung kann dabei individuell auf den Patienten und das Krankheitsbild eingestellt werden.

 

Privatversicherungen übernehmen in der Regel die vollen Behandlungskosten, für gesetzlich versicherte Patienten entstehen Zuzahlungen von ca. 100 Euro/Behandlung.

 

Um die anatomisch richtige und indikationsgerechte Anwendung der Stoßwellentherapie sicherzustellen, werden alle Stoßwellenbehandlungen ärztlich durchgeführt und nicht an Mitarbeiter delegiert.

 

Infiltrationstherapie

Bei Weichteilentzündungen, Muskelverhärtungen („Myogelosen“), Entzündungen von Sehnenansätzen und Schleimbeuteln, akuten Gelenkschmerzen, Arthrose, Reizergüssen und Wirbelsäulen-, Rückenschmerzen kann eine Spritzenbehandlung eine schnelle und oftmals anhaltende Schmerzlinderung bewirken. Spritzenbehandlungen sind mit reinem Lokalanästhetikum oder mit Kortison möglich.

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Bei der therapeutischen Lokalanästhesie wird ein lokales Betäubungsmittel an den Schmerzpunkt und  / oder in die Umgebung des Gewebes gespritzt. Ergänzend können entzündungshemmende Substanzen z.B. kortisonhaltige Medikamente angewendet werden. Durch das lokale Betäubungsmittel wird der Schmerz (vorübergehend) durchbrochen, die insbesondere im Rücken schmerzhaft verspannte Muskulatur kann sich lockern. Nach einer Spritzenbehandlung bleiben Sie für eine kurze Überwachungsphase in unserer Praxis. 

 
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Gelenkpunktion

Gelenkschäden durch Verschleiß oder Unfälle führen häufig zu Gelenkergüssen, die schmerzhaft sind und die Beweglichkeit einschränken können. Gelenkpunktionen werden durchgeführt, um solche störenden Ergüsse zu entlasten und gegebenenfalls Medikamente in das Gelenk einzubringen.

Die aus dem Gelenk gewonnene Flüssigkeit kann, wenn erforderlich, zur weiteren Untersuchung in ein Labor übersendet werden. Nach dem Absaugen des Gelenkergusses kann es sinnvoll sein, ein entzündungshemmendes Medikament und ein lokales Betäubungsmittel in das Gelenk zu spritzen, um den entzündlichen Reizzustand zu beruhigen und die Schmerzsituation zu verbessern.  Jede Gelenkpunktion ist mit dem Risiko einer Infektion verbunden. Gelenkpunktionen erfolgen daher unter streng sterilen Rahmenbedingungen. 

 

Hyaluronsäure

Die Arthrose ist eine im Verlauf entzündliche, langsam fortschreitende Abnutzung des Gelenkknorpels. Aufgrund der großen mechanischen Belastungen sind häufig die Knie, aber auch die Hüft- und Schultergelenke betroffen.

Die Gelenkflüssigkeit (Synovia) bildet einen zähflüssigen Gleitfilm auf den Gelenkflächen. Fehlt Gelenkflüssigkeit, geht die Puffer- und Gleitfunktion des Knorpels verloren.

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Ein wichtiger Ansatz in der konservativen Behandlung der Arthrose ist die Infiltration des geschädigten Gelenkes mit Hyaluronsäure. Hyaluronsäure stellt einen Bestandteil des gesunden Gelenkknorpels und der Gelenkflüssigkeit dar. Bei einer Arthrose ist der Knorpel in seiner Struktur geschädigt. Durch die Infiltration mit Hyaluronsäure kann der entzündliche Arthroseschmerz gelindert und die Funktion des Gelenkes wieder verbessert werden.

 Je nach verwendetem Präparat sind zwischen 1 und 5 Behandlungen erforderlich. Die Spritze erfolgt unter streng sterilen Bedingungen und ggf. unter Lokalanästhesie direkt in das betroffene Gelenk. Die Wirkung ist in der Regel schon nach kurzer Zeit spürbar. Je nach Arthrosegrad kann die schmerzlindernde Wirkung bis zu einem Jahr anhalten. Gerne beraten wir Sie in unserer Sprechstunde, ob eine Therapie mit Hyaluronsäure für Sie in Frage kommt.

 

Die Gesamtkosten für eine Hyaluronsäuretherapie liegen je nach verwendetem Präparat zwischen 300-500 Euro. Wir empfehlen im Vorfeld, die Kostenübernahme mit Ihrer Krankenversicherung zu besprechen.

Gerne erstellen wir für Sie einen Kostenvoranschlag

 
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Versorgung mit Orthesen
und Hilfsmitteln

Ein wichtiger Baustein in der Behandlung vieler orthopädischer Krankheitsbilder ist die Versorgung mit Orthesen, Bandagen, orthopädischem Schuhwerk und Einlagen.

Alle Verordnungen von Hilfsmitteln werden von uns in enger Abstimmung mit Sanitätshäusern und Orthopädietechnikern getroffen. Orthopädische Hilfsmittel werden zur Ruhigstellung (z.B. Gipsverbände, Schienen, Arthrodesenschuhe), zur Entlastung (z.B. Unterarmgehstöcke, fersenspornentlastende Einlagen), zur Stabilisierung (z.B. Knieorthese bei Kreuzbandverletzung, Sprunggelenksorthese bei Außenbandverletzung, Wirbelsäulenorthese bei Wirbelkörperfraktur, Bandagen) und zur Korrektur (z.B. Rumpfkorsett bei Skoliose, Einlagenversorgung) eingesetzt.

Bei der Einlagenversorgung werden die Einlagen nach Weichschaumabdruck oder mittels eines digitalen Messsystems beim Orthopädietechniker im Orthopädiefachgeschäft für jeden Patienten individuell angefertigt. Beinlängenunterschiede können mit Einlagen oder durch orthopädische Schuhzurichtung ausgeglichen werden. Auch die Dämpfung z.B. mittels Pufferabsatz, leichte Beinachskorrektur durch Schuhaußenranderhöhung und Abrollerleichterung durch Zehen-, Ballen- oder Mittelfußrolle an der Schuhsohle sind möglich.

 

Bandagen kommen zum Schutz von verletzten Körperteilen oder zur Stabilisierung und Entlastung im Bereich der verletzten Gelenke und Muskeln zum Einsatz.